Zum Genießen und Erinnern: Diese Collage zeigt anhand meiner schönsten Aufnahmen den Ablauf der Mondfinsternis 2018.

Update:
Inzwischen habe ich auch eine Animation aus den obigen Bildern erstellt:

Zum Genießen und Erinnern: Diese Collage zeigt anhand meiner schönsten Aufnahmen den Ablauf der Mondfinsternis 2018.

Update:
Inzwischen habe ich auch eine Animation aus den obigen Bildern erstellt:

War das ein schöner Anblick gestern Abend!
Da es noch so hell war, haben wir den Mond erst kurz vor der totalen Verfinsterung am Himmel entdecken können. Das wurde aber auch Zeit, wir wurden schon ganz unruhig und hatten Angst das entscheidende zu verpassen!
Ab dem Moment an, wurde der Mond aber doch immer deutlicher und war dunkel rot zu sehen.
An das Seitenprofil eines Augapfels erinnert fühlten wir uns zu Beginn des Austritt aus dem Kernschatten, als der rote Mond an einer Seite langsam wieder ins Sonnenlicht wanderte.
Wie die Mondphasen im Zeitraffer aber mit anderer Krümmung konnte man schließlich den kompletten Austritt bis zum Vollmond weiterverfolgen.
Für mich war es ein gelungener Abend. Besonders viel Spaß gemacht hat es, dieses Ereignis mit meiner Familie gemeinsam zu verfolgen.
Gestern hatte ich erstmals die Gelegenheit den Goldenen Henkel am Mond zu beobachten. So wird der Effekt genannt, bei dem die Berge des Montes Jura bereits beleuchtet werden während das angrenzende Sinus Iridium noch im Schatten liegt und die Gebirgskette daher wie ein Henkel am Mond wirkt.
Da mir die Beobachtung nur von Karlsruhe und somit nicht vom Observatorium aus möglich war, stand mir dazu nur das kleine Linsenteleskop zur Verfügung, in dem sich der Mond aber ja auch schön ansehen lässt.
Mit 70-facher Vergrößerung bei Okularprojektion ist mir sogar freihändig mit einer kleinen Kompaktkamera ein ganz akzeptables Bild entstanden. Das Bild auf dem der Mond in voller Größe zu sehen ist, habe ich schließlich mit meiner Spiegelreflexkamera gemacht, die direkt am Okularauszug montiert war. Da ich im ersten Fall noch einen Zenitspiegel verwendet habe, ist der Mond in den beiden Bildern spiegelbildlich abgebildet.
Die Wolkenlöcher um Weihnachten herum konnte ich nutzen um den ein oder anderen Blick durch mein Teleskop zu werfen.
Am 23. Dezember war es zwar ein wenig bewölkt, aber den fast vollen Mond konnte man trotzdem gut sehen.

Am 2. Weihnachtsfeiertag konnte ich tagsüber nach den Sonnenflecken Ausschau halten und hatte Abends noch die Möglichkeit weiter zu gucken.

Natürlich habe ich mir den Mond, der bereits leicht begonnen hat abzunehmen, angesehen. Außerdem konnte ich die Plejaden und sogar trotz des hellen Mond in der Nähe den Orionnebel sehen.

