Auf diese Sonnenfinsternis war ich wirklich sehr gespannt. Die Wetterprognose war gut, sodass ich guter Hoffnung war endlich eine Sonnenfinsternis mit dem Sonnenteleskop zu beobachten. Nur die Uhrzeit und die Horizontnähe war eine kleine Herausforderung. Schließlich war aber auch mein Mann neugierig, sodass wir gemeinsam nach einem guten Aussichtspunkt gesucht haben, wo man mit allem Equipment und 2 Kids gut hinkommt.
Die Wahl fiel schließlich auf die Aussichtsplattform am Turmberg in Karlsruhe-Durlach.
Als wir gegen 18 Uhr dort ankamen, war die Terrasse schon gut gefüllt und wir mussten zügig nach einem geeigneten Platz suchen. Natürlich gab es auch einige Leute die mit aufgebautem Fotostativ da standen und meinten, man dürfte sich nicht neben sie stellen, weil sie ja für noch 4 Leute freihalten würden…
Die Stimmung war unter allen Anwesenden aber gut und die Neugier und Vorfreude war richtig zu spüren. Während der Finsternis wurden Brillen herumgereicht und gemeinsam die besten Einstellungen für Fotos mit dem Smartphone gesucht. Auch ich wurde mehrfach gefragt, ob man mal einen Blick auf meinen Bildschirm werfen kann oder gar ein Foto davon machen dürfte (bei dem spiegelnden Display sicher kein tolles Bild, sorry).
An mein Sonnenteleskop hatte ich die Planetenkamera angeschlossen und habe damit jede Minute ein 5 Sekunden langes Video aufgenommen. Etwas vor dem Maximum habe ich die Abstände verkürzt und alle 20 Sekunden ein Video aufgenommen. Als die Sonne begann unterzugehen, habe ich die Belichtungszeit erhöht, da die Bilder sehr dunkel und detailarm wurden. Dadurch war die Bildrate natürlich drastisch kleiner, was sich nun in der Bearbeitung darin zeigt, dass deutlich weniger Material zum Lucky Imaging und Stacking zur Verfügung steht. Wo vorher in 5 Sekunden ca. 300 Bilder entstanden sind, waren es im letzten Video, in dem die Sonne ganz hinter den Bäumen am Horizont verschwindet, sogar nur noch 10 Bilder.
Hier sind nun meine aktuell schönsten Bilder der unterschiedlichen Phasen:
Ich habe jeweils die besten 10% der Aufnahmen mit Autostakkert gestackt und danach mit Siril bearbeitet und geschärft, um die Details besser herauszuarbeiten. Dabei fehlt mir noch etwas die Erfahrung, von daher ist da sicher noch Luft nach oben (wenn jemand Tipps hat wie ich diesen knallroten Rand vermeiden kann, gerne her damit).
Natürlich war das Ziel der minütlichen Aufnahmen, daraus einen Zeitraffer zu erstellen. Hierfür habe ich ebenfalls jeweils die besten 10% gestackt und erstmal die von Autostakkert geschärften Bilder in PIPP zu einem Zeitraffer zusammengefügt. Dadurch sind die Bilder teilweise farblich etwas anders als meine Einzelbilder oben. Leider konnten die letzten Bilder vom Sonnenuntergang nicht automatisch von der Software mit reingerechnet werden, weil eben keine vollständige Sonne mehr erkennbar ist. Vielleicht füge ich die später mal noch manuell hinzu.
Zur Sicherheit, falls irgendetwas schief gehen sollte, hatte ich auch meine Spiegelreflexkamera mit Sonnenfilter mitgenommen. Damit habe ich in unregelmäßigen Abständen auch einige Bilder freihändig aufgenommen.
Natürlich habe auch ich ein paar Fotos mit dem Smartphone gemacht. Dazu habe ich extra die App Solar Snap verwendet (hilfreiche Empfehlung vom Astroshop!) und natürlich auch Filterfolie. Freihändig war das natürlich auch sehr schwierig. zudem habe ich vor allem zum Ende hin den Fokus nicht gut eingestellt bekommen, sodass immer ein doppelter Rand entstanden ist. Ich finde bei sowas aber immer interessant zu vergleichen was welche Kamera so leisten kann oder eben nicht.




















So klasse !!!!
Die Animation ist so spannend, könntest du diese auch noch langsamer laufen lassen?
Ich bin total begeistert 😀